| Nach viel zu langer Pause ist Stromberg endlich wieder da. Anthroposophische Bürobetrachtungen für Fortgeschrittene. War man in der ersten Staffel vor allen Dingen damit beschäftigt das Setting auszubreiten und Strombergs Figur in all seiner liebenswürdigen Widerwärtigkeit auszuleuchten, ging es in der zweiten Staffel um die konsequente Weiterentwicklung unserer Helden. Stromberg fiel, nachdem er von der Konzernleitung bei seiner längst ausstehenden Beförderung übergangen wurde, in eine tiefe Sinnkrise. Kurz darauf findet er sich als Neujunggeselle auf den nächtlichen Bürogängen wieder, die für ihn gleichzeitig letzte Zuflucht und wiedergewonnenes Jagdrevier bedeuten. Er stromert sich brünftig durch die Episoden, schleimt in gewohnter Manier und intrigiert, bis er schließlich schockierenderweise im Archiv landet, auf dem Abstellgleis der hoffnungslosen Verlierer. Wie konnte das nur geschehen? Die dritte Staffel setzt unmittelbar danach ein. Gleich in der ersten Folge wird Stromberg vom neuen Verwaltungsdirektor in die Schadensabteilung zurückgeholt und quasi rehabilitiert. Für Stromberg Ausdruck der Wertschätzung für seinen innovativen Führungsstil. Dass nicht alle Mitarbeiter glücklich über seine Rückkehr sind ist nur weiterer Ansporn. Ein beliebter Chef hat schließlich definitiv was falsch gemacht: „da könnte man ja gleich auf seiner Nase ne Diskothek eröffnen wo alle rumtanzen...“. Es kommt wie es kommen muss – zum Showdown zwischen Stromberg und dem Smartie Becker (Lars Gärtner). Den Rest der Screentime teilen sich im wesentlichen Ernie (Bjarne I. Mädel) und Ulf (Oliver K. Wnuk). Während Ernies Privatleben nach dem Tod seiner Mutter in Trümmern liegt, wollen Ulf und Tanja (Diana Staehly) zusammenziehen. Spannungen sind vorprogrammiert. So einhellig das Lob bei Kritik und Fans bislang war, auf dem Quotenmeter machte sich die Erfolgsstory Stromberg seltsamerweise nie durchschlagend bemerkbar. Vielleicht auch das ein Grund für die lange Pause, die man grundsätzlich jedoch mit den zahlreichen Verpflichtungen des Zugpferdes Christoph Maria Herbst begründete. Nun, die Fans der Serie brauchen sich keine Sorgen machen. Stromberg bleibt wie er ist: ein ätzender Kotzbrocken mit ungebremstem Größenwahnsinn und kompletter Realitätsverkrümmung in der Weltsichtoptik – und er ist dabei, auf eine rührend hilflose Art, verdammt charmant. Natürlich haben die Autoren Anteil am Gelingen dieses Konzepts aber es ist Christoph Maria Herbst der die Rakete zündet. Stromberg steht und fällt mit seinem Hauptdarsteller und es bleibt uns und Herrn Herbst zu wünschen, dass er noch lange steht. -- --Thomas Reuthebuch |
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Deutsche Comedy der Extraklasse
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| Geschrieben am: January 12, 2010 |
| Name: Mirko Schmit, Karlsruhe, City |
Das Deutschland nicht für seinen Humor und schon gar nicht für seine
Comedy-Formate bekannt ist braucht man wohl nicht extra zu erwähnen.
Höchste Zeit dass ein Format endlich mal beweist, dass Ausnahmen die
Regel bestätigen.
Mit "Stromberg" kommt eines der besten Comedyformate der letzten Jahre
daher.
Die Idee ist zwar nicht neu, denn "Stromberg" orientiert sich an seinem
britischen Vorgänger "The Office".
Doch schafft es die deutsche Version sich ganz klar vom Original zu
unterscheiden und den deutschen Büroalltag erschreckend überzeugend darzu-
stellen.
Die sympathische Schadensabteilung einer fiktiven deutschen Versicherungs-
gesellschaft ist geradezu überbeladen mit Charakteren wie man sie im
alltäglichen Leben auch antrifft.
Da gibt es die etwas dickere und arbeitsfaule Sachbearbeiterin, den
unmotivierten Jungmitarbeiter und natürlich den Abteilungsdepp, der jedes
Fettnäpchen mitnimmt.
Das ausschlaggebende Argument für die Qualität und Witzigkeit der Serie ist
allerdings Bernd Stromberg mit dem Schauspieler Christoph Maria Herbst wohl
seine Rolle fürs Leben gefunden hat.
Einen derartig genialen Charakter hat es bisher in keinem Serienformat
gegeben.
Die Dialoge und auch Monologe sind derart genial witzig dass tatsächlich jede
einzelne Episode zu einem einzigartigen Humorerlebnis wird.
Hinzu kommt dass Christoph Maria Herbst die Rolle des extremen Charakters
einfach herausragend überzeugend darstellt.
Ähnlich wie beim amerikanischen Serienformat "Dr. House" lebt die Serie nur
von dem Hauptcharakter, der das gesamte Serienformat zu tragen hat.
Die restlichen Darsteller wirken nur noch wie Nebenfiguren.
"Stromberg" ist Deutsche Comedy der Extraklasse und überzeugt mit einem
Humorniveau das seines gleichen sucht. |
Staffel 4 von Stromberg ein muss für jeden Stromberg Fan
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| Geschrieben am: November 12, 2009 |
| Name: Steve Höhne, |
| Die Staffel ist echt Top. Muss man haben wenn man ein Fan von Strombergs extrawaganten Humors ist. |
Beste deutsche Comedy-Serie im deutschen Fernsehen
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| Geschrieben am: September 18, 2009 |
| Name: CEOSKHSN, |
Ähnlich wie bei King of Queens lebt auch diese Serie von der hohen Glaubwürdigkeit der dargestellten Charaktäre. Stromberg, der zwar profesionell und abgeklärt sein will, aber nur nach Macht und Anerkennung strebt, sowie eigene Fehler nicht eingestehen kann. Erika, die sozial sehr engagiert ist, doch an falscher Ernährungsweise und Alkoholproblemen leidet. Ernie, der Bürotrottel, der völlig unbeholfen wirkt, es aber dennoch nicht schafft das Herz der Zuschauer zu erobern. Ulf, der sich anstatt zu arbeiten, lieber mit seinen Kumpels in der Kneipe treffen würde und natürlich Tanja, die daran interessiert ist, dass ihr Leben in geordneten und absehbaren Kreisen verläuft und damit mit Ulf in Konflikt gerät!
Absolute Kaufempfehlung!
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Stromberg Staffel 3 - Ein Leckerbissen für Freunde der Ironie
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| Geschrieben am: July 20, 2009 |
| Name: Gotthold_Ephraim, Osnabrück |
"Büro ist wie Kirmes - nur mit Akten.", stellt Bernd Stromberg, Abteilungsleiter Schadensregulierung M bis Z der Capitol-Versicherung, bereits in der ersten Staffel deutlich heraus. Damit geben die Macher der Comedyserie - allen voran Produzent Ralf Husmann - einen Vorgeschmack auf das, was den ironiebegeisterten Zuschauer im Verlauf der drei Staffeln erwartet.
Bernd Stromberg wird in seinem scheinbar ganz normalen Büroalltag von einem Kamerateam begleitet und nimmt für seine gnadenlose Selbstdarstellung keine Rücksicht auf Verluste. Stets darauf bedacht, sich in der Öffentlichkeit gut zu präsentieren und Eindruck zu schinden, tritt der Chef von einem Fettnäpfchen ins nächste und versucht dabei, dem Urteil seines Vorgesetzten Herrn Becker ("Er kann es einfach nicht - und das ist der springende Punkt.") möglichst wenig Glaubwürdigkeit zu gewähren.
Ärgerlich ist dabei nur, dass der "Bürobernhardiner" und angeblicher Menschenfreund Stromberg sich pausenlos selbst karikiert und fortwährend die Balance auf dem schmalen Grad zwischen außergewöhnlicher Beliebtheit und fristloser Kündigung halten muss. Die Ambivalenz zwischen Schein und Sein wird durch die ständige Begleitung mit der Kamera wunderbar herausgestellt. Hier zeigen sich auch die beeindruckenden Fähigkeiten der Stromberg-Macher: Das Mittel der Ironie zieht sich als roter Faden durch alle drei Staffeln und steigert sich vor allem in den letzten Folgen bis zum bitteren Sarkasmus. Beinahe scheint man zu vergessen, dass es sich hierbei nicht um eine Reality-Soap in irgendeinem deutschen Büro handelt, sondern um rein fiktive Gegebenheiten. Das größte Lob verbirgt sich daher wohl hinter der häufigen Stellungsnahme der Zuschauer: "Das ist wie bei uns auf der Arbeit - nur etwas übertrieben!"
Anreize für seine rücksichtslosen Sprüche werden Bernd Stromberg, der übrigens überragend gespielt wird von Christoph Maria Herbst, nicht nur von der Führungsetage, sondern vor allem durch den ständigen Disput mit seinen Mitarbeitern gegeben. Ob er wieder einmal davon erzählt, dass es Ernie, der eigentlich Berthold heißt, "kräftig in die Murmel gehagelt" hat, ob er sich in die Beziehungsproblemchen von Ulf und Tanja einmischt oder sich einfach mal wieder über Erika und ihr Übergewicht lustig macht - Stromberg hat immer einen verletzenden Spruch auf Lager. Natürlich stellt diese zunächst gewöhnungsbedürftige, aber gnadenlos gute Ausführung von Humor auch ihre Anforderungen an den Zuschauer. Wer sich für den Genuss dieser Sendung nicht einmal kurz von sämtlichen Gewissensbarrieren und ethischen Grundsätzen der Realität trennen kann, dem sei der Kauf dieser DVD weniger empfohlen. Für denjenigen aber, der sich an Ironie und Sarkasmus erfreut und dem einen oder anderen Wortspiel nicht abgeneigt ist ("Da sollen die in der Kantine mal sehen, wie sie cooken!"), ist diese Produktion genau das Richtige!
Ich halte es für sinnvoll, sich die Staffeln der Serie Stromberg in chronologischer Reihenfolge zu Gemüte zu führen. Nur so wird der Zuschauer sensibilisiert für diverse versteckte Wortspiele und empfindet die doch arg strapazierte Darstellung der Charaktere in der dritten Staffel nicht als übertrieben.
In diesem Sinne "Heiter weiter!". |
beste staffel
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| Geschrieben am: January 30, 2009 |
| Name: Heisi, |
die dritte staffel schlägt meiner meinung nach die schon extrem guten ersten beiden staffel um ein stück. dadurch das stromberg sich aus dem archiv herausgearbeitet hat und beim boss so gut dasteht gibt ihm natürlich wieder eine völlig grundlose arroganz.
alles in allem macht stromberg mit dieser staffel einmal mehr deutlich, dass es die beste deutsche serie ist. alle charaktäre werden sehr gut dargestellt, vor allem stromberg, daher ein sehr großes lob an alle schauspieler, auoten und sonstige, die an dieser serie beteiligt sind! absolut empfehlenswert und ich hoffe es wird noch einige staffeln von dieser serie geben! |
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