RoboCop: Prime Directives

Originalsprache: Englisch
Herkunftsland: Kanada
Erstausstrahlung: 4. Januar 2001 – 25. Januar 2001 auf ” Space”
Format: 4 x 90 Minuten pro Staffel; mit 1. Staffel abgeschlossen
Produktion: Fireworks Entertainment
Regisseur: Julian Grant
Drehbuchautoren: Brad Abraham & Joseph O’Brien
 
 
Zur Serie
Der Film RoboCop aus dem Jahr 1987, mit dem Drehbuch von Edward Neumeier & Michael Miner und mit Paul Verhoeven als Regisseur, war ein Überraschungserfolg. Weder Verhoeven, noch das Studio glaubte an den Erfolg des Films, und obendrein hasste der Regisseur das Drehbuch. Erst Verhoevens Frau, Martine Tours, sah das Potenzial der Geschichte die im Drehbuch erzählt wurde: Eine Geschichte von Tod und Auferstehung. Verhoeven stimmte dem Drehbuch zu, RoboCop wurde zu einem riesigen Erfolg und Peter Wellers Darstellung des Cyborgs zum Maß aller Dinge.
Nach dem Erfolg wurde Robocop zu einem Franchise und der titelgebende Charakter wurde seitdem von insgesamt vier unterschiedlichen Darstellern verkörpert, die Zeichentrickserien nicht mitgezählt. Bereits 1994 gab es eine Adaption des Robocop im Serienformat, doch hier wurde ganz in Tradition von RoboCop 3 auf den Pechschwarzen Humor und drastische Gewaltdarstellung komplett verzichtet, um RoboCop familientauglich zu machen.
Mit RoboCop: Prime Directives kehrt RoboCop zu den dunklen und gewalttätigen Wurzeln des Originals zurück. Gespielt wird der Hauptcharakter diesmal von Paige Fletcher, welcher vor dem Antritt der Rolle ironischerweise die Filme nicht kannte. Er war in der engeren Auswahl, RoboCop in der 1994er TV-Serie zu spielen, doch lehnte damals ab. Die Miniserie selbst ist 10 Jahre nach den Ereignissen des Originals angesiedelt und hat zu diesem eine lose Kontinuität.
Die Serie wurde neben Kanada auch in Großbritanien und Deutschland ausgestrahlt und ist in allen drei Ländern auf DVD als Einzelepisoden und als Boxset erhältlich.

Paige Fletcher als Officer Alex Murphy / RoboCop

Handlung
Zehn Jahre sind Vergangen seit Officer Alex Murphy zu RoboCop geworden ist. OCP setzte ihr Großprojekt “Delta City” erfolgreich um. Delta City ersetzt nun das frühere Detroit und gilt als die sicherste Stadt der Welt. RoboCop, der immer noch auf den Straßen von Delta City patrouliert, gilt als veraltet und überflüssig. Doch als sich eine neue Welle der Gewalt, dank einem High-Tech-Terroristen namens Bone Machine über der Stadt ausbreitet, wird RoboCop wieder benötigt. Die Spuren des terroristen führen Murphy direkt zu OCP.
Besetzung
Officer Alex Murphy / RoboCop
– Page Fletcher , Commander John T. Cable – Maurice Dean Wint, OCP Executive Sara Cable – Maria Del Mar, OCP Executive James Murphy – Anthony Lemke, Ann R. Key – Leslie Hope, David Kaydick – Geraint Wyn Davies , OCP Executive Damian Lowe – Kevin Jubinville, Chuck Conflagration – Anthony J. Mifsud

Maurice Dean Wint als Commander John T. Cable

 
Meinung des Autors
Es ist sehr schön zu sehen, dass RoboCop zu seiner dunklen Stimmung und roher Gewalt wieder zurückfindet. Doch diese Tatsache kann leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Serie an allen Ecken etwas fehlt. Das niedrige Budget macht sich in jeder Actionszene bemerkbar, auch wenn es stellenweise gut kaschiert wird. Das Drehbuch versucht stark auf Charaktere und ihre Beziehung untereinander zu setzen, doch entweder hatte der Autor nicht genug Zeit oder nicht genug Talent dies auszuführen.
Die Dialoge wirken öfters plump und nichtssagend, es schleichen sich sogar Fehler beim Oblihatorischen Zitat am Ende von Episode 3 – Ressurection ein. Die Performance von Paige Fletcher ist noch nicht mal in der Nähe von Peter Weller. Sie ist sehr hölzern und sehr RoboCop untypisch was vor allem an seinem Gang erkennbar ist. Das macht ihn zum mit abstand schlechtesten RoboCop Darsteller. Der Rest der Besetzung sticht leider überhaupt nicht hervor.
Was mir jedoch sehr an der Serie gefallen hat, waren die Ideen die dort verwendet wurden. Zum Beispiel die Tatsache, dass Murphys Sohn nun erwachsen ist , über seinen Vater bescheid weiß und für OCP arbeitet, oder auch die Verwirklichung von Delta City. Der dunkle Look der Serie und der Soundtrack waren sehr passend, auch wenn die berühmte Musik von Basil Poledouris nur im Teaser-Trailer zu hören ist. Kevin Jubinville gab obendrein eine sehr schöne over the top Performance als der schleimige OCP Executive Damian Lowe, welchen ich es liebte zu hassen.
Es ist wirklich schwer die Serie für einen Kauf zu empfehlen. Wenn ihr nicht gerade hardcore Fans von RoboCop seit, wäre ein Ausleihen der Serie in der Videothek oder von einem Freund am angebrachtesten, da insbesondere Prime Directives einen sehr speziellen Geschmack erfordert und man in der Lage sein muss über einige gravierende Mängel hinwegzusehen um die Serie zu genießen. Doch wie heißt es so schön? Probieren geht über Studieren!
 

Trailer:

DVD/Blu-Ray-Veröffentlichungen:

Robocop – The Prime Directives 1 To 4 [DVD]

Preis: EUR 39,00

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