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Sherlock

Originaltitel: Sherlock Originalsprache: Englisch Herkunftsland: Großbritanien Erstausstrahlung: 25 Juli 2010, BBC und BBC HD Format: 3 x 90 Minuten Produktion: Hartswood Films, BBC Wales Regisseur: Paul McGuigan, Euros Lynn Drehbuchautor: Mark Gatiss, Steven Moffat, Stephen Thompson

Zur Serie Diese Serie wurde gemeinsam von den Drehbuchautoren Steven Moffat ( Coupling, Jekyll, Doctor Who) und Mark Gatiss (The League of Gentlemen) erdacht. Die Idee war, die klassischen Werke von Sir Arthur Conan Doyle so originalgetreu wie möglich in die moderne Zeit zu übertragen. Laut Gatiss und Moffat, waren die Charaktere der Originalwerke “im Nebel verschollen”, weil es nach so vielen Jahren, die seit der Veröffentlichung der Bücher vergangen sind, modernen Lesern nicht mehr klar war, wieso die Werke von Sir Arthur Conan Doyle so populär waren. Die Bücher würden zum Großteil nur noch von Liebhabern des Viktorianischen Zeitalters gelesen werden. Das Ziel war es also, durch eine Modernisierung des Settings und der Charaktere, die Faszination der Originale für ein modernes Publikum einzufangen und deutlich zu machen. Ursprünglich war die Serie im 60-Minuten Format konzipiert, doch als BBC die Serie ins Programm nehmen wollte bestanden sie auf einem 90-minütigen Format, was der Serie, durch die notwendig gewordene Umkonzeption, in die finale Form gebracht hat. Staffel 1, welche aus 3 Episoden besteht, wurde bereits im Sommer 2010 auf BBC ausgestrahlt. Staffel 2, welche auch aus 3 Episoden bestehen wird, wird voraussichtlich im Herbst 2011 ebenfalls auf BBC augestrahlt werden. Die Serie erfuhr bisher keine deutsche Auswertung, doch ARD hat bereits bestätigt, sich die Rechte an der Serie gesichert zu haben. Eine Ausstrahlung im Abendprogramm in der zweiten Hälfte dieses Jahres ist geplant, ein genauer Termin steht jedoch noch nicht fest.

Benedict Cumberbatch (links) und Martin Freeman (Rechts) als Sherlock Holmes und Dr. Watson

Handlung Der Kriegsveteran John Watson kehrt zurück nach England. Der Krieg hat ihm sowohl physisch, als auch psychisch stark zugesetzt. Auf der Suche nach einer billigen Wohnung trifft er einen alten Bekannten, welcher ihn mit dem Privatdetektiv Sherlock Holmes bekannt macht. Wie der Zufall es so will, sucht Sherlock nach einem Mitbewohner, so dass er Watson anbietet in die Londoner Wohnung in der Baker Street 221B zu ziehen. Doch bevor Watson sich entgültig entscheiden kann, bittet Inspector Lestrade Holmes um Hilfe. Und so werden beide in einen halsbrecherischen Fall verwickelt. Ab diesem Moment folgt die Serie, genauso wie die Vorlage, den lose zusammenhängenden Abenteuern des klassischen Detektiv-Duos. Besetzung: Sherlock Holmes – Benedict Cumberbatch, Dr. Watson – Martin Freeman, Mrs. Hudson – Una Stubbs, Inspector Lestrade – Rupert Grave, Sarah – Zoe Telford

Auch im Jahr 2010 ist Sherlock Holmes ein leidenschaftlicher Geigenspieler

Meinung des Autors Sherlock gehört zu der bisher besten Adaption von Sherlock Holmes, die ich seit Jahrzehnten gesehen habe. Die Geschichten, die Charaktere, die Schauplätze, alles stimmt perfekt überein. Benedict Cumberbatch fängt sowohl die verspielte, als auch die ernste Seite von Sherlock Holmes mit Leichtigkeit ein und verleiht dem Charakter die erfrischende dritte Dimension, die ich in fast jeder Adaption vermisst habe. Martin Freeman ist ein erfrischend kompetenter Watson, welcher dem Charakter aus den Originalgeschichten von allen Inkarnationen am nächsten kommt. Sir Arthur Conan Doyle projizierte sich selbst in den Charakter John Watson, als er die Bücher geschrieben hat: Watson war zwar nicht so brilliant wie Holmes, aber er war sehr kompetent, dachte immer mit und wirkte als ein Anker, welcher den berühmten Detektiv in der Realität hielt. Diese Aspekte des Charakters wurden von Martin Freeman nicht nur sehr gut umgesetzt, er und Benedict Cumberbatch entwickelten vor der Kamera sofort eine Chemie, die ihresgleichen sucht. Meiner Meinung nach war es ein Geniestreich die Serie in der Modernen Zeit anzusiedeln, da man sich so auf die Charaktere und Fälle konzentrieren kann, ohne von Viktorianischem Setting abgelenkt zu werden. Ein Bonus dieser Entscheidung ist zudem die Tatsache, dass sich alles was man sieht plötzlich sehr vertraut anfühlt, was die Immersion in die Welt von Sherlock Holmes nur noch verstärkt. Von den ersten 3 Fällen, die Sherlock in der ersten Staffel knacken muss, wurde nur einer (A Study in Pink) direkt aus den Büchern adaptiert. Die beiden Anderen sind zwar komplett neu, jedoch auch diese enthalten viele Elemente aus den Originalwerken. Holmes Fans wird es also freuen bekannte Dinge aus den Büchern zu entdecken, ohne mit denselben Fällen gelangweilt zu werden. Sowohl den Fans des berühmten Detektivs, als auch welchen, die es werden wollen ist diese Adaption der Geschichten rund um Sherlock Holmes und Dr. Watson vorbehaltlos zu empfehlen. Puristen jedoch werden mit der Serie nicht glücklich. Trailer:

DVD/Blu-Ray-Veröffentlichungen:

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